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e-Learning Newsletter der Smartlingua AG vom 23. April 2002

Ausgabe: 4/2002                                        ISSN 1618-4637

 

Herzlich willkommen zum April-Newsletter der Smartlingua AG!

 

Themen:

 

  1. Rosige Zeiten für e-Learning
  2. e-Lexikon für e-Learning Kauderwelsch
  3. Die TOP 10 der häufigsten Fehler beim Erwerb eines LMS
  4. e-Learning: Potenzial der Unis bleibt ungenutzt
  5. e-Learning für Strafgefangene
  6. Termine

 

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1. Rosige Zeiten für e-learning

 

Rund 45,8 Prozent der österreichischen und deutschen User prophezeien dem e-Learning eine rosige Zukunft und bezeichnen es als sehr interessant. Als größte Vorteile von e-Learning-Methoden werden die freie Zeiteinteilung (89,6 Prozent) und die örtliche Unabhängigkeit  (86,5 Prozent) empfunden. Dies ergibt sich aus einer im März durchgeführten Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts marketagent.com http://www.marketagent.com/ .

Besonders hoch ist demnach die Zustimmung gegenüber den neuen Lernmethoden in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen, in der jeder Zweite der Wissensvermittlung via Web "viel Positives" abgewinnen kann. Bei Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren, bei denen noch andere Online-Services im Vordergrund stehen, schließen sich hingegen nur 38 Prozent einer solchen Einschätzung an.

Als fixer Bestandteil im gesamten Lernprozess wird e-Learning von einer deutlichen Mehrheit von 80 Prozent gesehen, knapp 56 Prozent erwarten sich ein "enormes Kosteneinsparungs-Potenzial" durch innovative web-basierte Techniken. Dass e-Learning-Methoden auch für die Pflichtschule geeignet sind, glaubt hingegen nur ein Drittel. Gut die Hälfte der 3.596 befragten User sieht laut marketagent.com ein Manko im fehlenden persönlichen Kontakt zu den Vortragenden und in der mangelnden zwischenmenschlichen Komponente.

Nach der freien Zeiteinteilung und der Ortsunabhängigkeit sehen die User die größten Vorteile von e-Learning in den geringeren Kosten (54,8 Prozent), der Zeitersparnis (51,9 Prozent) und einem größeren Angebot an Lehrinhalten (45,7 Prozent). Etwas weiter hinter rangieren zeitgemäßere Lehrinhalte (39,8 Prozent) und die bessere Kombination von Lehrinhalten (36,4 Prozent).

 

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2. e-Lexikon hilft beim e-Learning Kauderwelsch

Das Weiterbildungsportal „
Managerseminare Online“ ergänzt sein Online-Angebot mit einem virtuellen Lexikon zum Thema e-Learning.

Was ist „Application Sharing“, wie funktionieren „Meeting Support Systeme“ und was verbirgt sich hinter den Abkürzungen CSCL, LMS oder XML? - Wer sich beruflich oder privat mit dem Thema e-Learning auseinandersetzen muss oder will, stolpert oft über Begriffe und Abkürzungen mit unklarer Bedeutung. Das Weiterbildungsportal „Managerseminare Online“ bietet ab sofort mit seinem neuen Info-Service, dem „e-Lexikon“ Hilfe beim Kampf mit dem Kauderwelsch:

Das
„e-Lexikon“ ist ein virtuelles Nachschlagewerk, das die wichtigsten Begriffe aus der Welt des e-Learning erläutert. Es greift über 90 fachspezifische Schlagwörter und Kürzel auf und erklärt sie so, dass jeder sie verstehen und mit ihnen arbeiten kann.

Per Mausklick erhält der Nutzer nicht nur die gesuchte Begriffserläuterung, sondern auch viele Links mit Hinweisen auf wichtige Quellen, Hersteller von Lern-Software-Programmen und Internet-Seiten, die sich mit dem jeweiligen Thema befassen. Damit schöpft das
„e-Lexikon“ die Möglichkeiten der interaktiven Informationsvermittlung optimal aus. Das „e-Lexikon“ ergänzt das bereits seit längerer Zeit bestehende Weiterbildungslexikon von managerSeminare online und steht den Nutzern kostenlos zur Verfügung.

Das e-Lexikon finden Sie auf der Seite http://www.managerseminare.de/elexikon

 

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  1. Die TOP 10 der häufigsten Fehler bei der Anschaffung eines LMS

 

Die amerikanische e-Learning Zeitschrift „Learning Circuits“ hat eine Top 10 – Liste der häufigsten Fehler beim Erwerb eines Learning Management Systems aufgestellt:

 

  1. Das Senior Management zunächst außen vor lassen:


Wird das Senior Management nicht von Anfang an vom e-Learning Vorhaben überzeugt, und zwar mit harten wirtschaftlichen Argumenten, so wird es schwierig seine Unterschrift unter den Kaufauftrag zu bekommen. Frühzeitig sollten deshalb Vorteile für das Unternehmen und seine Wettbewerbssituation kommuniziert werden.

  1. Ihre Bedürfnisse nicht klar formulieren:

 

Wenn Sie nicht schon bei den ersten Gesprächen mit Ihrem LMS-Anbieter Ihre Ansprüche und Erwartungen an das System präzise formulieren, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit ein LMS erwerben, das nicht vollständig Ihren Wünschen entspricht.

 

  1. Der Vergleich von Äpfeln mit Birnen:

 

Viele Anwendungen, die als LMS angepriesen werden, sind keine wirklichen Learning Management Systeme. Zahlreiche Informationssysteme haben beispielsweise Lernmodule, bieten aber keine typischen e-Learning Features, wie betreute Lernumgebungen, Kontrolle des Lernerfolgs, Autorentools, etc..

 

  1. Ausschluss der IT-Abteilung vom Auswahlprozess:

 

Wenn ein LMS nicht in Ihre EDV-Landschaft passt, haben Sie ein großes Problem.  Ziehen Sie früh genug die IT-Abteilung in den Planungsprozess mit ein. Diese wird zahlreiche relevante Fragen in die Evaluation einfließen lassen. Andererseits: Überlassen Sie der IT-Abteilung nicht den gesamten Prozess.

 

  1. Mehr auf den Preis als auf den Wert achten

 

Machen Sie die Wahl Ihres LMS niemals ausschließlich vom Preis abhängig! Viele Firmen kaufen kostengünstige LMSs, um für zukünftige Investitionen Kosten einzusparen. Bedenken Sie, dass Ihr System anpassungsfähig sein und alle e-Learning Features vereinen sollte, um auch den Bedürfnissen von großen, weltweit verstreuten Lerner-Gemeinschaften gerecht zu werden. Bedenken Sie aber auch: Teurer ist ebenfalls nicht immer besser!

 

  1. Die Skalierbarkeit nicht beachten

 

Bedenken Sie, dass Ihr Unternehmen in der Zukunft wachsen könnte. Gehen Sie sicher, dass Ihr LMS auch mir einer größeren Anzahl von Lernern zurecht kommen wird. Das System sollte also skalierbar sein.

 

  1. Die Standardfähigkeit eines LMS ignorieren

 

Einige LMSs arbeiten ausschließlich mit proprietären Standards für Lernobjekte, die mit integrierten Autorentools erstellt werden können. Achten Sie auf die Unterstützung der neuesten internationalen e-Learning Standards wie SCORM und AICC. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie später Kurse von unterschiedlichen WBT-Produzenten in Ihre Lernumgebung importieren können.

 

  1. Ein Unternehmen auf Basis seiner Presseberichte beurteilen

 

Wichtiger als Unmengen von Presseberichten zu durchforsten, ist es, einen Kunden Ihres anvisierten LMS-Anbieters ausfindig zu machen, der Ihrem Unternehmen ähnlich ist, und mit dem Sie sich über seine Zufriedenheit und Erfahrungen austauschen können! Bei neuen Anbietern auf dem Markt ist es wichtig, dass auch die „Chemie“ zwischen beiden Unternehmen stimmt. Zahlreiche und blumige Presseberichte sind dagegen Nebensache.

 

  1. An alten Lernprozessen festhalten

 

Viele Firmen kaufen LMSs, die Ihnen ermöglichen, an ihren bestehenden Lernprozessen festzuhalten, Ihnen aber nicht erlauben, neue Formen des Lernens und der Organisation des Lernens zu integrieren. In diesem Fall wird die Chance vertan, dem Lernen zu einem neuen strategischen Stellenwert im Unternehmen zu verhelfen.

 

  1.  Angepasste Lösungen konfigurierbaren Produkten vorziehen

 

„Custom Code“ ist ein Gegner von Flexibilität, Skalierbarkeit und Effizienz. Ihr LMS sollte gemäß Ihren strategischen Geschäftsprozessen einfach zu konfigurieren sein. Je umfangreicher der zur Anpassung geschriebene Programmcode ist, desto komplizierter werden sich spätere Veränderungen oder auch nur Release-Wechsel gestalten.

 

 

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4. e-Learning: Potenzial der Unis bleibt ungenutzt

Um der chronischen Geldknappheit im Bildungssektor wirkungsvoll begegnen zu können, sollten deutsche Hochschulen laut Mummert + Partner stärker auf den Faktor Internet setzen.

Rund 90 Millionen Euro ungenutztes Potenzial lagern allein in den Wissensspeichern der 30 deutschen Hochschulen, die bereits über eine e-Learning-Plattform verfügen. Die elektronisch gespeicherten Uni-Kurse können für die Wirtschaft aufbereitet werden. Bei den Unternehmen ist die Nachfrage groß: Die betrieblichen Investitionen ins e-Learning werden in den kommenden Jahren um 100 Prozent wachsen und bis 2004 europaweit ein Volumen von 4 Milliarden US-Dollar erreichen. Zu diesen Ergebnissen gelangt eine aktuelle Studie der Mummert + Partner Unternehmensberatung.

Eine Bestandsaufnahme beim e-Learning an Hochschulen zeigt: Das Gros bietet e-Learning bisher nur für einzelne Fachbereiche an. Im deutschen Vergleich sind die privaten Unis beim e-Learning am besten positioniert. Internationaler Spitzenreiter sind die USA. Insgesamt geben deutsche Hochschulen in diesem Jahr rund 36 Millionen Euro für den Einsatz neuer Medien aus. Das sind rund 20 Euro für jeden Studierenden. Zum Vergleich: In der Schweiz sind es 50 Euro.

Gegenüber anderen Anbietern haben die Unis bei e-Learning-Angeboten einen entscheidenden Vorteil: Ihre Kursangebote sind hoch spezialisiert. An der Uni werden Fachthemen gelehrt, die auch für die betriebliche Fortbildung interessant sind. Lukrative Bereiche sind vor allem Informatik, Wirtschaft und die Naturwissenschaften. Auch für geisteswissenschaftliche e-Vorlesungen gibt es einen Markt, ebenso für spezielle Sprachkurse. „Je mehr das e-Learning sich in Unternehmen durchsetzt, desto mehr suchen Firmen nach hoch spezialisierten Lehrprogrammen. Hier können die Unis ihr Fachwissen nutzen, indem sie Hochschulkurse in e-Learning-Programme wandeln und am freien Markt verkaufen,“ urteilt Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender von Mummert + Partner.

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5. E-Learning für Strafgefangene

Berliner Strafgefangene können künftig per Internet ein Fernstudium absolvieren. An diesem Freitag startet in der Hauptstadt das bundesweit erste Modellprojekt, das Häftlingen den eingeschränkten Zugang zum Internet verschafft, teilte die Justizverwaltung am Donnerstag mit. Interessierten Gefangenen aus dem Gefängnis Tegel steht damit künftig das Onlinestudienangebot der Fernuniversität Hagen offen. Sie können sich an der Hochschule als Studenten einschreiben, virtuelle Kurse nutzen sowie mit Betreuern und Kommilitonen per Internet diskutieren. Berlins Justiz-Staatssekretär Christoph Flügge sagte, das neue Angebot sei ein Beitrag zur Vorbereitung Gefangener auf die Wiedereingliederung in das künftige Berufsleben. Die Justizvollzugsanstalt Tegel ist ein Gefängnis für den geschlossenen Männervollzug mit über 1.500 Haftplätzen.

(Quelle: tageszeitung online)

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6.     Termine

"World Didac 2002", 23.-26.04.2002, Zürich: http://www.worlddidac.org/events/w2002zh/

International Conference on New Educational Environments: 08. - 11. Mai in Lugano, Schweiz:  http://www.eduswiss.ch/4th-conf/
 
“Networked Learning 2002“, 1.-4 Mai 2002, Berlin:
http://www.icsc-naiso.org/conferences/nl2002/index.html

„World Education Market“, 3rd International Exhibition and Conference, 21.-24. Mai 2002, Lissabon, Portugal: http://www.wemex.com/App/homepage.cfm?moduleid=42&appname=100014&CFID=1434923&CFTOKEN=81740832 

„Online Educa Barcelona“, 27.-28. Mai 2002, Barcelona, Spanien: http://www.icwe.net/online_educa_barcelona/index.htm

 

„Internet World Berlin 2002“, 4.-6. Juni 2002, Berlin: http://www.internetworld-messe.de/deutsch/messe/default.htm

 

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Testen Sie die web-basierten Wirtschaftsdeutschkurse (Deutsch als Fremdsprache)  mit intensiver tutorieller Betreuung für zwei Wochen kostenlos bei smartlingua! Infos unter: info@smartlingua.com

 

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