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e-Learning Newsletter der Smartlingua AG vom 07. November 2002

Ausgabe: 10/2002                                        ISSN 1618-4637

 

Herzlich willkommen zum Newsletter der Smartlingua AG!

 

Themen:

1.     e-Learning gewinnt an strategischer Bedeutung

2.     MBA-Anbieter: e-Learning wird immer wichtiger

3.     e-Learning: die Intelligenz hinter der Präsentationsoberfläche entscheidet über Erfolg oder Misserfolg

4.     e-Learning: Nachholbedarf bei Logistikunternehmen

5.     e-Learning für Journalisten

6.     Deutscher e-Learning-Markt besser als sein Ruf

7.      Termine

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1. e-Learning gewinnt an strategischer Bedeutung

Die vom Multimedia- und e-Learning-Anbieter unicmind.com AG in Auftrag gegebene Untersuchung "Die Nutzung von e-Learning-Content in deutschen Großunternehmen" liegt jetzt in der Vollversion vor. Die Ergebnisse bestätigen, e-Learning gewinnt für Unternehmen an strategischer Bedeutung.

Im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung sind vor allem betriebswirtschaftliche und Fachbereichsthemen zur Vermittlung von Vertriebs- und Produkt-Know-how auf dem Vormarsch. Der Anstieg von 31 Prozent im letzten Jahr auf 50 Prozent im Jahr 2002 unterstreicht diese Entwicklung. Softwareinhalte dominieren (60,5 Prozent) den Themenkatalog deutscher Großunternehmen. Ein Viertel der befragten Unternehmen will auch ihre Partner an den e-Learning-Angeboten teilhaben lassen.

Vor allem Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 5 Mrd. Euro setzen sich intensiv mit e-Learning auseinander: Jedes dritte Unternehmen dieser Kategorie weist eine schriftlich fixierte Aussage zu e-Learning mit Bezug zur Unternehmensstrategie auf. Jedes fünfte Großunternehmen erwartet eine deutliche Wirkung auf den Geschäftserfolg.

Besonders in Dienstleistungsunternehmen ist e-Learning ein Thema, und sie versprechen sich mit mehr als 60 Prozent eine überdurchschnittlich hohe Wirkung von e-Learning auf den Geschäftserfolg. Innerhalb der Dienstleister schneiden die Informationsdienstleister mit 78 Prozent am besten ab. Dies erklärt sich aus der hohen Affinität des Kerngeschäfts Informationsverarbeitung zu e-Learning. Bei der Branchenbetrachtung landen Unternehmen aus den Bereichen Handel (37,5 Prozent) und Maschinenbau (25 Prozent) auf den hinteren Rängen.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass e-Learning auf dem Weg ist, unternehmensstrategische Bedeutung zu gewinnen. Dies unterstreichen die Verschiebungen innerhalb des Themenkataloges sowie die damit verbundenen Erwartungen und Wirkungen auf den Geschäftserfolg. Auch die Frage nach den Zukunftsperspektiven von e-Learning beantworten 11,4 Prozent mit sehr positiv und 69,3 Prozent mit positiv. 87,5 Prozent der befragten Handelsunternehmen legten sich auf eine positive beziehungsweise sehr positive Zukunftsprognose fest.

Quelle: Streaming Business Magazin

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2. MBA-Anbieter: e-Learning wird immer wichtiger

e-Learning macht eine Ausbildung zum Master of Business Administration (MBA) für viele Manager erst richtig attraktiv, fand die Financial Times Deutschland in einer Marktanalyse heraus. Die Zeiten des Präsenzunterrichts werden verkürzt. Bei vielen MBA-Studiengängen können die Studenten vorbereitende Kurse und Wahlfächer im Internet belegen.

Die Fächer werden in Online-Tutorien, Simulationen und mit Hilfe virtueller Gruppenaufgaben unterrichtet. Geographische Grenzen werden bedeutungslos: Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt und verschiedenen Zeitzonen können den selben Kurs belegen. Hohe Wartungskosten und latente Sicherheitsprobleme gelten als die größten Hemmnisse bei der Einführung von e-Learning.

Die beste MBA-Schmiede ist laut Financial Times zur Zeit die Wharton School der University of Pensylvania. An zweiter Stelle kommt die Columbia Business School und an dritter Stelle die New York University Stern School. Die Spitzengruppe blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Einen großen Sprung nach vorn von Rang 21 auf Rang 7 machte die Fugua School der Duke University. Bester europäischer Anbieter ist die London Business School (Rang 4). Bester Neueinsteiger ist die GSBA in Zürich, die sofort auf Platz neun landete.

(Quelle: Business World)

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3. e-Learning: die Intelligenz hinter der Präsentationsoberfläche entscheidet über Erfolg oder Misserfolg

Lernen muss als Prozess und nicht als Funktion verstanden werden und der Transferprozess von Information in Fähigkeiten und Wissen muss im Fokus stehen, wenn e-Learning Anwendungen erfolgreich sein sollen.

In seinem Referat anlässlich des von den Fraunhofer Gesellschaft FIT, St. Augustin bei Bonn, veranstalteten Symposiums 'Zukunft betrieblichen Wissens' wies Prof. Dr. André Reuter, Geschäftsführender Gesellschafter der Eupronet Gesellschaft für Corporate & Executive Coaching mbH, Ober-Ramstadt, mit Nachdruck darauf hin, dass e-Learning- Vorhaben nur dann erfolgreich sein können, wenn sämtliche zugrunde liegende Informations-, Kommunikations- und Organisationsaspekte ganzheitlich betrachtet werden.

e-Learning-Produkte und Dienstleistungen seien keine 'Killer-Applikationen' mit einfach zu kommunizierendem Nutzen. Die zwingend notwendige Konvergenz von Informations-, Kommunikations- und Organisations-Management mache sie vielmehr zu beratungs- und betreuungsintensiven Anwendungen. Der Erfolg oder Misserfolg solcher Angebote hängt, so Prof. Reuter, wesentlich davon ab, wie effizient der Lernprozess abgebildet und in die unternehmerische Informations- und Kommunikations-Infrastruktur eingebettet werden kann.

Reuter versteht unter e-Learning prozessgetriebenes Lernen mit stark ausgeprägter Verhaltens- und Kontextabhängigkeit. Das bekannte Postulat, die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Platz im richtigen Format dem richtigen Anwender zum richtigen Preis zur Verfügung zu stellen, erfordert eine prinzipiell zeit- und ortsunabhängige  Bereitstellung des Lernangebotes. Gleichzeitig muss dessen Nutzung jedoch prinzipiell zeit- und ortsabhängig sein. 'Es kommt auf die jeweilige Situation an. Das Verstehen bzw. Antizipieren von Verhaltensmustern ist ein KO-Kriterium für die Effizienz und damit für den Erfolg von e-Learning-Lösungen', hebt Reuter hervor.

Quelle: eupronet

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4. e-Learning: Nachholbedarf bei Logistikunternehmen

Lernen mit elektronischen Medien und via Internet ist in der Logistikbranche derzeit noch nicht etabliert.Dies ergab eine Studie der Unternehmensberatung Eracon und des Lehrstuhls Marketing der Universität Frankfurt, für die 100 Logistikdienstleister in Deutschland befragt wurden.

Danach nutzt nur rund ein Fünftel der befragten Unternehmen e-Learning in Form von Computer Based Learning, in 13 Prozent der Unternehmen werden netzbasierte Trainigsformen eingesetzt. Nur etwa ein Viertel der befragten Logistikunternehmen plant entsprechende Aktivitäten oder befindet sich in der Umsetzung. Kommen elektronische Medien bei der Mitarbeiterschulung zum Einsatz, werden zu über 80 Prozent Mitarbeiter des oberen und mittleren Managements oder interne Vertriebsmitarbeiter geschult.
Als Hauptursachen für die geringe Nutzung von e-Learning erachtet die Studie die hohen Investitionskosten sowie der hohe Aktualisierungsaufwand für die Unternehmen bei der Einführung dieser Maßnahmen. Darüber hinaus stoße diese Methode des Lernens bei Mitarbeitern auf weniger Akzeptanz als herkömmliche Arten des Lernens.

Quelle: myLogistics.net

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5. e-Learning für Journalisten

Im Rahmen des Landesmedienprogrammes "bremen in t.i.m.e." wird an der Hochschule Bremen derzeit ein studienbegleitendes Onlineangebot für angehende Journalisten entwickelt: J.O.E. - Journalistic Online Education - lautet der Titel des dreijährigen Forschungsprojektes, das gemeinsam vom Internationalen Studiengang Fachjournalistik und dem "Institute for New Dimensions" (InD) ins Leben gerufen wurde. Erklärtes Ziel ist der Einsatz neuer Medien zur konsequenten Verbesserung der Lehre.

Mit dem Konzept einer virtuellen Lehrredaktion soll es den Studierenden ermöglicht werden, am Computer und dennoch praxisnah journalistische Kompetenzen zu erwerben. Bis zum Jahr 2005 soll ein umfassendes Online-Angebot entstehen. Fachliche Kooperationen ermöglichen über das Angebot der Hochschule hinaus ferner den Einsatz von Lehrangeboten anderer Institute und Studiengänge. Daneben wird bereits jetzt an einem internationalen Portal für Journalisten und Medieninteressierte gearbeitet, das mit zahlreichen Datenbanken und Links die erste Adresse bei allen medienbezogenen Fragen sein wird.

In einer virtuellen Lehrredaktion können die Studierenden in einem bislang unerreichten Maß auf die journalistische Praxis vorbereitet werden. Fehler zu vermeiden, die im späteren Berufsleben mitunter verheerende Folgen haben könnten, lernen unter Zeitdruck Entscheidungen zu fällen, all das kann interaktiv und realitätsnah geübt werden. So können etwa in Planspielen verschiedene Szenarien durchspielt werden, in denen es gilt, Themen zu recherchieren, virtuelle Akteure zu befragen und zu entscheiden was veröffentlicht werden soll. Um möglichst alle Bereiche eines Mediums kennen zu lernen, können im Planspiel die verschiedenen Rollen vom Chef- bis zum Bildredakteur gewählt werden. Kein Praktikum bietet diese Möglichkeit.

Weitere Informationen zum Projekt sowie zum Studiengang Fachjournalistik finden sich im Internet unter www.journalistic-online-education.de  oder www.fachjournalistik.de

Quelle: idw-online.de
 
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6. Deutscher e-Learning-Markt besser als sein Ruf

In Zeiten flauer Konjunktur wird allerorts kräftig gespart. Auch und gerade an Weiterbildungsmaßnahmen. Doch die Sparmaßnahmen treffen die deutsche e-Learning-Branche weit weniger schlimm, als gemeinhin angenommen wird.

Laut Matthias Zacher, Consultant bei Meta Group Deutschland, kann von Stagnation keine Rede sein: „Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit e-Learning-Projekten haben, stellen nach wie vor Budgets bereit, Neukunden sind ebenfalls zu verzeichnen. Insofern kann man von einem ruhig dahinfließenden Markt sprechen.“ Insgesamt gesehen investierten deutsche Anwender zwar im Augenblick noch verhalten in e-Learning-Lösungen, so der Analyst. Außerdem hätten zahlreiche große Projekte, die in den vergangenen Jahren realisiert worden sind, nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Dennoch wachse der e-Learning-Markt stärker als der Gesamt-Weiterbildungsmarkt.

Mit konkreten Wachstumsprognosen ist Matthias Zacher vorsichtig: „Im e-Learning-Segment steckt nach wie vor Potenzial, dass im Augenblick aber schwer mit Zahlen zu belegen ist. Die Meta Group erwartet für 2002 und 2003 für den amerikanischen Markt ein jährliches Wachstum von 10% bis 15%. Dieses Potenzial erreicht der deutsche Markt nicht ganz.“

http://www.metagroup.de/timeout.html   (Quelle: bizzcheck)

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7. Termine

Telelearn 2002: 6. November 2002 in Hamburg: http://www.telelearnhamburg.de/  

Expolingua Berlin 2002: Internationale Messe für Sprachen und Kulturen "Wege ins Ausland", 15. - 17. November 2002 in Berlin: http://www.expolingua.com 

Online Educa Berlin: 8th International Conference on Technology Supported Learning & Training, 27. - 29. November 2002 in Berlin: http://www.online-educa.com/ 

CSCW - Computer Supported Cooperative Work: 16.-20.11.2002 in New Orleans:   http://www.acm.org/cscw2002/

ACM Multimedia 2002: Multimedia processing and coding, networking and system support, tools, end-systems and applications: 01. - 06. Dezember 2002  in Juan-les-Pins, Frankreich: http://mm02.eurecom.fr/

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